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floating bridge & Panta Rhei
Open Space Ambient Bridge
LUX und Brücke am LUX im Lorch-Areal Esslingen 23.-25.09.2005

Petra Pfirmann und Ade Weeth, setzen Kunst den reißenden Fluten des Roßneckarkanals aus.

Ade Weeths drei Meter lange Farbbahnen liegen in den Fluten wie ein begehbarer Weg. Sie hingen wochenlang eingerollt in der Michaelskirche, Schwäbisch Hall als Symbole für das verschlossene Paradies. Nun wird die Phantasie vom Paradies mit der Realität des Wassers konfrontiert. Das Wasser kann die Farbbahnen verändern, Farbe ausspülen, überfluten und die Wahrnehmung verschleiern. Die Idee vom idealen Garten verschwimmt vor den Augen.

Kombiniert mit Ade Weeths Werk wird die Vertreibung aus dem Paradies kolportiert. Petra Pfirmann betont dabei den Aspekt der mühevollen Kontrolle über die Urgewalten. Verletzliches Textil wird der Gewalt des Wassers ausgesetzt. In den drei Tagen, in denen die Installation das Wasser bedeckt (oder umgekehrt), zeigt sich, wie der Kanal mit dem Material umgehen wird. Spannung entsteht im Hinblick auf Veränderung oder Auflösung des Textils in den Fluten. Die Esslinger Künstlerin nimmt dabei u.a. Bezug auf die im Mittelalter um das Kloster angelegten Werkstätten wie Gerbereien und Färbereien.


Musikalische Unterspülung:

25.9. ab 11.00 Uhr:
Sound Project by DJ Wennedikt (Member of Sturclub)

Ganztägige experimentelle Klanginstallation mit Elementen avantgardistischer Klassiker von Popol Vuh und Sun Ra bis Pierre Henry und Stockhausens Greatest Hits. Psychedelikatessen ohne Chemie, melodiöser Free Jazz, sinnstiftender Krautrock, Luxus-Fluxus, tanzbarer Dada, Bridge over watered troubles: alles geht, weil alles fließt! Bei einbrechender Dunkelheit: Tanzmusik für Erwachsene im Saalbau der Lux-Gemeinde.