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[[dokumentiert]]
Last edit on
Sep 24, 2007
1:13 PM
by versuch
Dokumentation
Die Lernfortschritte sollen dokumentiert werden. Und zwar aus verschiedenen Gründen:
===Um...
- sie wie in einem Tagebuch als Prozesse "fest zu halten" (in unserem Fall schriftlich), damit man sie nicht vergißt (während des Prozesses;-).
- am Ende des Jahres sehen und sagen zu können: "Ja, ich bin einen Schritt weiter"
- erfahren zu können, dass vor jedem Schritt eine Ausgangssituation besteht, die sich "nach dem Lernen" verändert hat. Die Begriffe "Ist" und "Soll" möchte ich hier eigentlich außer Acht lassen. Denn jeder "Ist" so gut wie er gerade ist, und jeder "soll" immer so gut werden wie er kann.
Denn...
- Lernen ist ein Prozess
- Erfahrungen werden gemacht nur "um des Erfahren willens". Entweder bewerte ich sie als positiv, d. h. ich nutze sie und baue sie weiter aus; oder ich bewerte diese Erfahrungen als negativ. Dann kann ich sagen: "Das ist nichts für mich", "Das bringt mir nichts". Im besten Fall nutze ich auch diese negativen Erfahrungen (ähnlich wie die positiven! - modifizieren, analysieren, vergleichen etc.)
- nur wenn ich meine Erfahrungen festhalte, kann ich sie besser verstehen.
Man nennt das "Reflektieren". Und das ist auch ein wichtiger Teil vom Lernen.
Nun schließt sich der Kreis des "Lernfortschritte dokumentierens" wieder.
Genau so gut kann man sagen: "Alles was ich in meinem Leben gelernt habe ist eh irgendwo in mir gespeichert."
Das stimmt natürlich auch.
Denn immer wenn wir etwas neues Lernen, bilden wir uns weiter. Der Mensch "wächst" somit.
Die Methode
Ein Blog.
Jeder schreibt immer etwas rein - man gibt "seinen Senf dazu".
Die einzelnen Schritte werden dokumentiert.
So kann ich auch argumentieren (z. B.: "Das ist nichts für mich").
Und ich kann mich erinnern (z. B.: "Ach, jetzt weiß ich's wieder!")
Warum können wir das nicht einfach auf einen Zettel (oder auch in einem Tagebuch) schreiben?
Weil man in einem Blog schneller ist, d. h. aktueller und "näher an der Sache". Außerdem ist es fast egal wo ich bin (Schule oder daheim). Und weil ich die Dokumentation der anderen (denen es ähnlich ergeht weil sie im selben Kurs sind) auch sehen kann. Und ich kann sie kommentieren, wie auch ich Kommentare (z. B. Ideenaustausch, Hilfestellungen) erhalten kann.
Man kann hier also gemeinsame Schritte machen, so dass es eine Fusion aus persönlichem und vernetztem Prozess wird.
Und wann immer mehrere Leute "zusammen kommen", und das dann auch teilweise noch "persönlich" ist, muss es gewisse Reglen geben.
Meine Vorstellungen darüber sehen so aus:
- Ich bemühe mich (so gut es geht) um eine einheitliche Sprache - damit mich jeder verstehen kann. Das heißt im Klartext: nicht pongauerisch, pinzgauerisch oder lungauerisch, sondern "Standardsprache", mit der dazugehörenden Rechtschreibung ;-) Wenn ich das Gefühl habe, dass meine "Regionalität" oder "Originalität" (engl. origin = Herkunft; oder: dt. originell = fancy = einfallsreich/ausgefallen) zu kurz kommt und mehr Platz braucht, werden wir so einen Platz natürlich einrichten können ;-)
- Ich bemühe mich (so gut es geht) um einen fairen Umgang - damit kein Mensch oder irgendeine Sache (z. B. Lerninhalt, -fortschritt) persönlich, inhaltlich oder prozess-technisch verletzt wird. Das heißt im Klartext: bevor ich etwas im Blog schreibe versetze ich mich in die Situation des Empfängers. Wenn es etwas "zu persönliches" ist, das den anderen vielleicht verletzen, abschrecken oder bloßstellen könnte, kontaktiere ich denjenigen eben NUR PERSÖNLICH (face2face oder eMail). So wie ich andere behandle, so werde auch ich behandelt.