wochenendseminarmai2007
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May 2, 2007
8:16 PM
by gunter
Wochenendseminar
Leider haben sich zu dem Wochenendseminar nur recht wenige angemeldet.
Aufgrund mehrerer kurzfristiger Absagen wird das Seminar nun nicht in der geplanten Form stattfinden.
Stattdessen gibt es ein Treffen in Darmstadt von Samstag 5.5. morgens bis Sonntag 6.5. mittags.
Wer möchte kann dort noch spontan dazukommen.
Wir sind unter 06151/659983 zu erreichen für eine Wegbeschreibung.
Ansonsten hoffen wir zumindest einige von euch auf dem Los gehtŽs vom 25-28.5 in Waltershausen zu treffen.
Inhalt
Unsere Pläne für das Wochenende sehen ungefähr so aus (mit viel Platz für eure eigenen Wünsche):
Freitag:
18 Uhr Beginn mit Abendessen
Ausführliche Vorstellung: Eigene Schwerpunkte und Erfahrungen in und mit Kommuneprojekten, Perspektiven für die nächsten Jahre.
Film
Samstag:
Bestandsanalyse + Projektvision: Analyse bestehender und nicht mehr existierender Projekte, eure Erfahrungen hinsichtlich
erfolgreichen/gescheiterten Projekten.
Entwurf einer konkretisierten Projektvision für die Solidarität GmbH:
Hier können wir euch eine ganze Reihe von Inhaltsmodulen anbieten,
die sich mit Themen rund um gemeinschaftliches Leben, Arbeiten, Wirtschaften und Entscheiden beschäftigen.
Unten findet ihr eine detaillierte Übersicht.
Bitte gebt an, welche 3 Module euch ganz besonders interessieren - die Zeit an einem Wochenende ist nun mal knapp bemessen
und daher möchten wir uns gerne an euren Interessen orientieren.
Netter Abend mit leckerer Pizza, Film, Spielen, Geschichten, Musikmachen...
Sonntag:
Fortsetzung Module
Seminarauswertung
Nächste Schritte: Pläne fürs Los Geht's und darüber hinaus; weitere Seminare und gemeinsame Vernetzung.
Ende gegen 14 Uhr
Fürs Essen würden wir gerne einen Betrag von 25? berechnen; aber natürlich soll eure Teilnahme nicht am Geld scheitern.
Nähere Infos zur Abreise und ein überarbeitetes Programm gibt's ca. eine Woche vorher, wenn du dich bis 25.4. angemeldet hast.
Bitte mitbringen: Schlafsack, Ideen für die Solidarität GmbH, Musikinstrumente, Geschichten, Filme mit Bezug zu Kommuneleben,
Lieblingsbuch für einen Büchertisch
Module für das Wochenende:
1. Wirtschaft:
Auf welchem Wirtschaftsmodell basiert unser Projekt?
Was ist offene Subsistenz? Welche Vorteile hat es so zu produzieren, was sind Voraussetzungen dafür, welche Risiken könnten damit verbunden sein?
Aus welchen historischen Erfahrungen können wir lernen?
Mit welchen Methoden können wir unser Wirtschaften planen? Evtl. konkrete Beispiele aus einzelnen Bereichen der Projektökonomie durchdenken.
2. Arbeit und Tätigkeit:
Grundsätzliche Fragen: Was + wie + wieviel wird gearbeitet, was wird produziert, wer bekommt's, wie werden Arbeiten verteilt...?
Wie sieht es konkret aus, Arbeit auf dem Prinzip freier Vereinbarungen zu basieren? Arbeit unter Bedingungen offener Subsistenz
Welche Arbeiten werden in einem Projekt von mehreren 100 Leuten gebraucht?
Welche Fähigkeiten werden im Projekt gebraucht und in welchem Verhältnis dazu stehen die aktuellen Ausbildungen, Berufe, Studien, Fähigkeiten?
Was stellt ihr euch an möglichen Arbeiten vor? Wie verteilen wir planende und ausführende Tätigkeiten auf die Menschen innerhalb eines Projektes?
3. Freie Vereinbarungen:
Was sind Stärken und Schwächen gängiger Entscheidungsverfahren (Konsens, Abstimmung...)?
Wie kann man möglichst herrschaftsfrei Entscheidungen treffen, von welchen Bedingungen hängt dies ab?
Was vermag die Theorie der freien Kooperation hier zu leisten? Freie Vereinbarungen im Alltag leben:
Die Theorie freier Kooperation gibt nur abstrakte Kriterien dazu wie Freiheit und Gleichheit möglich wären.
Was bedeutet dies für alltägliches Zusammenleben? Welche Formen von Kommunikation, Koordination und Entscheidungsfindung machen für
welchen Bereich Sinn?
4. Eigentum und Besitz:
Wer verfügt über was? Ressourcenaufteilung, Umgang mit Knappheit, gemeinsamen Nutzungsformen, Verfügung über Produktionsmittel,
wie verhindert man neue Akkumulationen innerhalb des Projekts? Verhältnis private - halbprivate - kollektive Güter.
Umgang mit Vermögen, Grundvereinbarung, Mitbringen + mitnehmen von Eigentum
5. Einstieg/Ausstieg:
Ab wann ist mensch "drinnen" oder "draussen"?
Gibt es bestimmte Voraussetzungen oder Ausschlussgründe?
Wie wird mit mitgebrachten materiellen Werten umgegangen?
Was regelt die Grundvereinbarung und wie ist sie institutionalisiert?
6. Orte:
Welche konkreten Anforderungen + Voraussetzungen brauchen wir?
Macht das "Clustermodell" Sinn, oder gibt es andere Varianten - an einem Ort / Großstadt / Kleinstadt/ Regionalentwicklung/ Ostdeutschland
als "interessante" Region?
Welche Objekte kommen in Frage: Ex-Kasernen, Ex-Klöster, Schulen Gewerbegebäude, Bahnhöfe, forst- und landwirtschaftliche Gebäude?
7. Bedeutung + Rolle von Technik:
Weder Technikfetischismus noch Maschinensturm, sondern zweckmäßiger Einsatz von Technik, passend zu Zielen und Werten des Projekts.
Was bedeutet das konkret? Was bedeutet das ökonomisch?
Verhältnis zwischen Kapitaleinsatz und Arbeitsaufwand (Hypothese: "Technik vorletzter Innovationsstufe")
8. Öffentlichkeit und Privatheit:
In welchem Verhältnis stehen innerhalb unseres Projektes Öffentlichkeit und Privates?
Welche Bedeutung haben Beziehungen, Familiengründung, Kinder, Beziehungskonflikte?
Wie steht es mit der persönlichen Weiterentwicklung, mit beruflichen Zielen, politischen Zielen und dem was mensch im Projekt erreichen will?
9. Anfang und Verstetigung:
Wie anfangen, was sind die ersten Schritte? Mit dem Projekt "Solidarität GmbH" ist es nicht sinnvoll klein anzufangen
- wie gelingt es uns, im großen Rahmen loszulegen? Welche mittel- und langfristigen Perspektiven haben die Beteiligten/Interessierten?
Wie kann man viele unterschiedliche Menschen begeistern? Welche Menschen interessieren sich für so ein Projekt ?
Welche Kenntnisse und Fähigkeiten sind erforderlich?
Wie wird ein Projekt auf längere Sicht tragfähig, und kann trotzdem offen für weitere Menschen sein?