gebuehrenboykott
[[start]]
Last edit on
Aug 8, 2006
10:02 AM
by yuki
Stell dir vor, es gibt Studiengebühren, und keiner zahlt sie...!
Niemand hat das Recht, Studiengebühren einzuführen und damit Bildung wieder zum Luxusgut zu machen. Wir werden zeigen, dass nicht einmal die Möglichkeit besteht, Studiengebühren zu verhängen - wenn wir sie nicht zahlen wollen.
"Nein, ich will nicht - und ich werd auch nicht zahlen": Ziviler Ungehorsam. Dies ist eine unserer radikalsten und zugleich bei entsprechender Beteiligung wirkungsvollsten Handlungsmöglichkeiten.
Denn niemand kann es sich leisten, die Hochschulen derart leerzufegen.
Wir wollen eine Gebühren-Verweigerungs-Kampagne organisieren. Damit werden wir zeigen, dass wir Studiengebühren in keinem Falle akzeptieren - auch nicht, wenn sie im Eilverfahren (und gegen das Gebührenverbot in der hessischen Verfassung!) durchgepaukt werden sollten!
Wie soll das gehen?
Im Vorhinein wird ein Prozentsatz von verweigernden Studierenden vereinbart und veröffentlicht, ab welchem der Boykott Erfolgschancen hat. Es wird ein Treuhandkonto eingerichtet, auf welches die VerweigerInnen ihren Studiengebührenanteil von 500? einzahlen. Der Semesterbeitrag wird als Rückmeldung wie üblich an die Uni gezahlt.
Wird dieser Prozentsatz (auch Quorum genannt) nicht erreicht, so werden die Gebühren fristgerecht vom Treuhandkonto an die Uni weitergeleitet (durch in der Überweisung angegebene Namen und Matrikelnummern sind sie eindeutig identifizierbar). Wird der vereinbarte Prozentsatz aber erreicht bzw. überschritten, so kann anhand der breiten Verweigerung politischer Druck auf Hochschulen und Regierung ausgeübt werden, das Geld wird vom Treuhandkonto an die Studierenden zurücküberwiesen.
Ab etwa Herbst 06 soll die Kampagne an die Öffentlichkeit treten. Bis dahin muss der rechtliche Rahmen stehen, Werbematerial- und Strategien ausgearbeitet sein.
Die Werbung soll mit einer breiten Ankündigungskampagne erfolgen: Studierende sollen Absichtserklärungen unterschreiben: "Ich werde nicht zahlen" - diese werden gezählt, die aktuelle Anzahl an Verweigernden wird an den Hochschulen mit Hilfe von großen Zählern o.ä. öffentlich gemacht. Die Ankündigungskampagne dient zum einen dazu, einen "Motivationsstrudel" zu erzeugen - zum anderen als Basis, um möglichst bald auch in die Presse gehen zu können.
Es könnten zusätzlich auch Absichtserklärungen von DozentInnen gesammelt werden: "Ich werde alle unterrichten - ob sie zahlen oder nicht".
Dieses Verfahren bringt mehrere Vorteile:
- große Wirkungskraft, wenn viele mitmachen: Niemand kann sich leisten, einen so großen Anteil der Studierenden einfach zu exmatrikulieren
- Durch das Treuhandkonto ist das Risiko für die Einzelnen ziemlich gering, da die Aktion nur durchgeführt wird, wenn sich genügend Studis beteiligen
- Die Beteiligung an der Aktion ist für die Einzelnen wenig Aufwand: sie müssen nur zwei Überweisungen tätigen statt einer.
Damit das Gebühren-Boykott funktionieren kann, ist es wichtig, dass sich schon an der Vorbereitung möglichst viele Menschen beteiligen Wie, wo, was findet ihr unten.
Dieses Wiki stellt eine Kommunikations- und Arbeitsplattform dar. Hier können wir kommunizieren, uns verabreden, diskutieren, Informationen austauschen, gemeinsam an Texten und Ideen arbeiten...
Diese Seite ist zunächst aus der Initiative einiger Menschen in Darmstadt entstanden. Es wurde für die hessenweite Vernetzung einer Boykott-Kampagne erstellt. Wenn darüber hinaus eine weiter Vernetzung (Deutschlandweit?Weltweit?) entsteht, so ist dies auf jeden Fall erwünscht, auch dafür kann sich hier Platz finden!
>>Was ist bisher passiert?
>>ToDo:Wie geht's weiter?
>>Arbeitsgruppen gegen Studiengebühren
>>weitere BoykottInitiativen
>>frühere Boykotte
>>Liste der Hochschulen in Hessen
- Kontakte + Vernetzung
Wer weiß von dieser Seite/Kampagne?
Wie sind wir erreichbar?