ziel2010
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Freitag 02.04.2010: Tuttlingen-Meersburg-Mindelheim
Abfahrt 16.30 Uhr Albrecht Duerer Straße. 17.30 Uhr Meerburg Christof aufgegabelt, um dann pünktlich 19.15 Uhr in Mindelheim bei Knut anzukommen. Nach sehr sehr leckerer Solojanka wurde Jo vom Banhof abgeholt, Essen verteilt, Martens abgelaufene Schnapsvorräte (Becherovka von 1999) und frisches Bier entsorgt. Dann gingen die sieben Zwerge in ihre sieben Bettchen.

Samstag 03.04.2010: Mindelheim-Horny Marsov- Chata Rusalka
6.30 Uhr Frühstück, Abfahrt um 7.30 Uhr, neues Haus von Knut, Ute und Anke angeschaut, Stadtdurchfahrt München mit Olympiapark und Allianz Arena. Ankunft 15.00 Uhr in HORNY MARSOV und Start zur CHATA RUSALKA.Knut schlägt noch einen kleinen "Schlenker" vor, dadurch Ankunft erst um 19.30 Uhr. Aber durch den Schlenker gibt es immerhin noch den ersten super Ausblick auf die Schneekoppe (Snezka). In der Chata Rusalka wundert sich Jo, wer denn das Essen überhaupte bestellt hat, das der Kellner heranträgt. "Das ist halbe Pension", was Robert allerdings vorkam wie halbe Portion, deshalb gab es nach dem Dessert noch eine gemischte kalte Platte, die wir selbst bestellt haben!

Sonntag 04.04.2010: Chata Rusalka - Mala Upa- Lusni Bouda
Nach dem 30 Minütigen Asphalt Aufstieg trinken wir an der Mala Upa unterhalb des Briefträger-Friedhofs erst einmal die verdienten isotonischen Startgetänke.Weiter geht es über Pomezny Bouda bis zur Mittagspause bei strahlendem Sonnenschein. Mit den Schneeschuhen wurde die 16.000 Meter ! hohe Schneekoppe bezwungen, wo wir in der polnischen Baude für halsabschneiderische 3 Euro ein Gipfelbier trinken. Der Abstieg zur Lusni Bouda geht mit Schneeschuhen, oder auch in Bermudas und Turnschuhen, jeder wie er will. Kinderwagen sind zum Glück keine unterwegs, die uns zu weiteren körperlichen Höchsleistungen zwingen würden. Das besorgt uns dann aber die Schwangere auf Schneeschuhen kurz vor der Baude. In der Lusni Bouda sammeln wir uns im Billardraum, bevor wir unser 10er Zimmer beziehen. Abendessen nach Karte, endlich Schweinebraten, Kraut und Knödel. Dank WLAN, Kastanie und ipod touch ist von Darth Vader bis Lange Straße alles dabei.

Montag 05.04.2010: Lusni Bouda - Spindler Mühle
Nach Knuts Webcam Auftritt sind wir gegen 9.15 Uhr losgelaufen. Dichter Nebel und Wind, alle mit Schneeschuhen. Wir laufen nach Polen, um dort in der idyllisch am See gelegenen Samolania Hütte eine Pause zu machen. Eine Stunde später geht es weiter. An einem schönen Rastplatz machen wir mit 4:3 Stimmen Mittagspause. Dann geht es wieder bergauf. Nachdem der Weg im Schnee verschwindet , und wir im selben immer öfter einbrechen, eintscheiden wir uns "blind" dem GPS Signal zu folgen, und kommen tatsächlich sicher in der Spindlerova Bouda an, wo wir eine Stunde Pause machen. Dann geht es weiter, wieder bergauf. Der Schnee ist verharscht, ob mit oder ohne Schneeschuhe, jeder macht es wie es ihm am besten passt. Um ca. 18.00 Uhr kommen wir an der Martinova Bouda an, wo wir ein verfrühtes Ankuftsfoto schießen. Licht brennt, aber wir dürfen nicht rein. Geschlossen! Wir telefonieren zweimal , um ungefäht einen Kilometer weiter, in der nächsten Baude wieder abgewiesen zu werden. Ziemlich enttäuscht entschließen wir uns, noch fünf Kilometer nach Spindlermühle zu laufen. Geschätzte Ankunftszeit kurz vor acht. Auf halber Strecke werden wir von einer tschechischen Samariterin, die in einem Hotel in Spindlermühler einen Kosmetiksalon betreibt, aufgegabelt- ob wir wollen oder nicht. Alles gut. Tatsächlich. Im Hotel gibt es wieder Kassler mit Kartoffelbrei (Halbe Pension, bitte , danke) und Bier im Sekundentakt. Der Abend endet mit Reinhard Mey und Slivovice. Jo hat seine Zimmergenossen ausgesperrt. Gute Nacht!

Dienstag 06.04.2010: Spindlermühle - Harachov
Mit sieben kleinen Startbierchen , (bitte, danke, noch eine Nacht?) geht es voller Elan bis zur Talstation des Sessellifts. Die ersten 500 Höhenmeter bewältigen wir spielen in fünf Minuten, was sich super auf Garmin und Barigo macht. Ab dann geht es den ganzen lieben langen Tag über Loipen und Skipisten mal mit und mal ohne Schneeschuhe. Mittagspause machen wir auf der Sonnenterasse der Lapska Bouda. Über die vermeintliche (weil zugeschneite oder wo ganz anders befindliche) Elbquelle zieht sich der Weg noch ziemlich lang bis hin zur Skiflugschanze nach Harachov. In Harachov entscheiden wir uns (mangels geöffneter Alternativen) für das Central Hotel und können und kaum zwischen Gulasch und Schweinebraten bzw. hellem oder dunklem entscheiden.

Mittwoch 07.04.2010: Harachov - Spindlerova Bouda
Das Central Hotel hatten wir uns schon von der Skiflugschanze aus ausgesucht. Es hatte eigentlich schon nicht mehr geöffnet, aber die sehr sympathische Betreiberin hatte extra für uns wieder aufgemacht. Das Frühstück hatte sie eigens für uns von Hand zubereitet, entsprach aber dennoch nicht ganz unseren Erwartungen. Na ja. Von Harachov ging es gefühlte 16 Kilometer stetig ansteigend entlang des größten Wasserfalls des Riesengebirges. Um elf !! Uhr nahmen wir unser erstes Bier ein! Das hatten Klausi und Chrissi zum Glück noch morgens organisiert. Um ein Uhr kamen wir zu der einzigen Baude auf dem Weg, die aber zu hatte. Zum Glück hatten wir jeder noch ein Bier dabei. Während die Beteiberin die Zigarettenkippen der letzten Saison zwischen unseren Füßen aufklaubte und wir unsere wieder hinschmissen, aßen wir die Reste unserer Vorräte und tranken Schnaps. Jo unterhielt sich kurz mit zwei tschechischen Wanderinnen, die nicht deutsch sprachen:"Müsst ihr blöden Kühe ausgerechnet an den Tisch sitzen, auf den ich meinen Rucksack gelegt habe?" "Leg ihn halt wo anders hin, du blödes Arschloch" Da sie sich aber gegenseitig nicht verstanden, gingen sie lächelnd auseinander. Der Rest des Weges bestand daraus, dass Roland immer noch nicht konnte, aber es ging ihm dann mit der Zeit zum Glück besser. Abends Spindlerova Bouda, Fressorgie, Bayern kommt ins Halbfinale (2:3 in Manchester, durch Robbens sensationelle Direktabnahme eines Eckballs). Christof killt sieben Bier.

Donnerstag 08.04.2010: Spindlerova Bouda - Vrchaby
Opulentes Frühstück, ohne Startbier, Aufstieg bis zurück zur Wiesenbaude (Lusni Bouda). Sauerkrautsuppe und vierzehn Bier als Mittagessen. Strahlender Sonnenschein-Marsch. Zwischenstopp bei Rusitzky Bouda, Wintertraum. Weiter nach Strazne, Scheiße alles zu. Abstieg nach Vrchaby in die Bauerei. Bestes Abendessen der Tour. Klausi ist bereits vor dem Abendessen bereit ins Bett getragen zu werden. Wir gucken Fußball aus der Kastanie, Gute Nacht.

Freitag 09.04.2010: Vrchaby - Mindelheim - Memmingen- Meersburg - Tuttlingen
Wegen Rolands starken Magenbeschwerden müssen wir die Tour um einen Tag verkürzen, und treten somit schon heute die Rückreise an. Mit dem Taxi-Bus geht es zurück nach Horny Marsov, wo zum Glück der TG Bus noch immer auf dem Parkplatz steht. Ob es an der Tschechien Flagge auf der Sitzbank oder an der Wachwurst lag wissen wir nicht. Die Fahrt zieht sich erwartet lang, obwohl wir ohne Stau durchkommen. Mindelheim kurz vor 6, Memmingen Bahnhof halb sieben, Chrissi fährt Zug. Meersburg Fähre um ca. 8 die zwei Konstanzer abgeliefert, und um ca. 20.45 sind die Tuttlinger an ihrem Bestimmungsort angekommen. Sch(n)ee warŽs !!