vhs kursleiter
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Feb 10, 2006
12:16 AM
by Engbring
Der Arbeitskreis "Kursleiter/innen" im HVV - Eine Zwischenbilanz nach 15 Jahren
von Udo Engbring-Romang
Daten, Namen und Fakten
Als Kursleiterinnen und Kursleiter hessischer Volkshochschulen zu einer Tagung am 20. und 21. April 1991 in die Volkshochschule Lich eingeladen wurden, ahnte wohl kaum jemand, was hier in Gang gesetzt wurde.
Dr. Heinz Reiske hatte die Aufgabe übernommen, einen Beschluss der 20. ordentlichen Verbandsversammlung des Hessischen Volkshochschulverbandes am 7. September 1990 umzusetzen, einen Arbeitskreis für Kursleiterfragen einzuberufen.
Ungefähr 25 Kursleiter von 16 Volkshochschulen hatten auf verschiedenen Wegen, meist über ihre vhs-Leitungen, diese Einladungen erhalten und waren ihr zu einem zweitägigen Treffen in Lich gefolgt. Manche der Kursleitenden hatten ein Mandat seitens ihrer Kolleginnen und Kollegen, einige waren Delegierte ihrer Einrichtungen mit dem Status "Kursleiter". Es war eine heterogene Gruppe, die in der Regel nichts oder nur wenig von der jeweils andere Volkshochschule wusste.
Erste Themen wurden sofort in Angriff genommen - und ich möchte sagen - leider nicht mehr verlassen: Es waren und sind im Grunde drei Fragenkomplexe, die seit diesem Zeitpunkt immer wieder in diesem Arbeitskreis behandelt wurden und behandelt werden mussten. Im nicht offiziellen Protokoll vom 20./21. April 2001 hieß es:
Eine erste Entscheidung bezog sich auf die Bildung von Arbeitsgruppen zu 3 Themenschwerpunkten:
1. Sozialversicherungsfrage
2. Satzungs- und Mitbestimmungsfrage
3. Berufsbild und Honorarfragen
Weitere Ergebnisse waren
Forderung nach Regelungen für den Krankheitsfall: Krankentagegeld (Regelung über die VHS). Die Möglichkeit der Finanzierung der Rentenversicherungsbeiträge wurde in sehr viel höhere Honorare (80-90 DM) oder Honorare + 18 % Aufschlag zu Versicherung (evtl. gegen Nachweise). Andere Forderungen gingen in Richtung Weiterbildungslehrer und Teilzeitverträgen.
Ein wesentlicher Punkt war die Forderung nach Vereinheitlichung der Verankerung der KL-Mitbestimmung und Schaffen eines Statutes für die Arbeit der KL-Vertretung (s. Frankfurt, Darmstadt etc.) mit Örtlichkeiten und Infrastruktur. Grundsätzlich: Sitz und Stimme im Beirat der VHS und Mitbestimmung im inhaltlichen Bereich.
Grundsätzlich zeigten sich die Anwesenden unzufrieden mit der Honorierung ihrer Tätigkeit. Die Forderung nach einem sozial abgesicherten Ar-beitsplatz und Forderung nach einer Schwellenqualifikation, ohne bisherige KL in ihrer Tätigkeit zu gefährden, wurden formuliert. Grundsätzlich äußer-ten sich fast alle gegen Staffelhonorare und Nebentätigkeitsnachweise. ÖTV bzw. GEW und die Träger der VHS sollten Partner für einen künftigen Tarifvertrag sein.
Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, riefen die damals Anwesenden auf, einen ständigen Arbeitskreis als Interessenvertretung der KL innerhalb des HVV mit finanzieller Ausstattung zur Sicherung der Arbeit zu errichten. Der hvv stimmte dem zu und bis zum Frühjahr 2005 hat sich der Arbeitskreis als selbständiges Gremium mehr als 50 Mal getroffen.
Seit 1997 hat der Arbeitskreis eine jeweils auf zwei Jahre gewählte Sprecherin bzw. einen Sprecher und eine Stellvertretung.
1997:
Barbara Weisel (vhs Marburg-Biedenkopf) und Reinhard Fliß (vhs Darmstadt)
1999:
Reinhard Fliß (vhs Darmstadt) und Barbara Weisel (vhs Marburg-Biedenkopf)
2001.
Reinhard Fliß (vhs Darmstadt) und Hildegard Hanke (vhs Main-Kinzig)
2003:
Reinhard Fliß (vhs Darmstadt) und Annegret Flöter (vhs Marburg-Biedenkopf)
2005
Reinhard Fliß )vhs Darmstadt) und Francoise Lauret (vhs Marburg)
Von 1992 bis 1997 hatte Barbara Weisel informell dieses Sprecher/innenamt ausgeübt, als solche in einer Kommission beim Vorstand mitgearbeitet. Von 1996 bis 2001 Mitglied des Vorstandes war wie auch von 2000/2001 Reinhard Fliß. Barbara Weisel hat in dieser Zeit nachhaltig dafür gesorgt, dass sich die Wahrnehmung der Kursleitenden verbesserte.
Andere Mitglieder übernahmen ebenfalls Aufgaben.
Seit Beginn schrieb Udo Engbring-Romang (vhs Marburg) bis auf die Jahre 1997/1998 die Protokolle.
Carola Pruschke-Löw (vhs Rüsselheim), Verena Damm (vhs Wiesbaden), Gerlinde Feldmann (vhs Darmstadt) arbeiteten in den 1990er in verschiedenen Arbeitskreises des hvv mit.
Seit Frühjahr 2001 betreut Reinhard Körber (vhs Gießen-Land) die Internetpräsenz www.vhs-kursleiter.de .
Die vierteljährlich stattfindenden Treffen wurden bis 1997 in der Regel von 16 - 17 Kursleitenden in Vertretung ihrer Volkshochschule besucht. Ende der 90er Jahre nahm das Interesse ab. Vor allem riss der Kontakt zu Kassel und Frankfurt ab. Es mögen Umstrukturierungsprozesse gewesen sein, die mitverursachten, dass Einladungen versandeten, Kursleitende nicht informiert wurden oder Kursleitende wenig Interesse hatte, ihre freien Samstage zu opfern.
Zur Zeit sind 35 Kursleitenden-Vertreterinnen und -Vertreter von 18 Volkshochschulen über einem Verteiler über die Diskussionen informiert. Die Beteiligung bei den einzelnen Sitzungen liegt im Moment bei 10 bis 14 Personen.
Umstrukturierungen, die auch im Hessischen Volkshochschulverband, für Kursleiterinnen und Kursleiter spürbar wurden, als der Verband eine neue Aufgabe sich gab.
Seit Anfang der 90er waren immer wieder Kursleitende als Delegierte auf den Verbandsversammlungen aufgetreten und hatten auch einige Anträge formulierte, die ihre Interessen deutlich machten.
So war der Antrag 01 auf der Verbandsversammlung vom 20. März 1992 in Wiesbaden (gestellt von Udo Engbring-Romang als Delegierter der Stadt Marburg) angenommenen worden, in dem die Mitgliedskörperschaften aufgefordert wurden, an ihren Volkshochschulen Mitwirkungsmöglichkeiten für Kursleiter einzurichten. Leider wurden diese Aufgaben nur bedingt um-gesetzt. Eine Umfrage bei den Volkshochschulen im Jahre 2002 ergab, dass nur 19 von 33 Volkshochschulen Mitwirkungsrechte verankert hatten, bei 10 Volkshochschule diese auch nicht für notwendig erachtet wurde.
Anträge auf eine satzungsgemäß stärkere Vertretung von Kursleitern in den Gremien des HVV fanden keine Mehrheit. Allerdings ist der Spre-cher/die Sprecherin des AKs beratendes Mitglied in der Leiterkonferenz. In anderen Gremien sind Kursleiter nach der Umstrukturierung kaum noch vertreten. Nur die Stadt Marburg sendet zu den Delegiertenkonferenz einen hauptamtlichen Vertreter der VHS und entweder einen Teilnehmervertreter oder einen Kursleitervertreter.
Auch eine Resolution zur Aufnahme der freiberuflich tätigen Kursleiterinnen und Kursleiter in die Künstlersozialkasse (KSK) wurde 1998 in die HVV-Delegiertenversammlung eingebracht und mehrheitlich angenommen, allerdings ohne jegliche Wirkung.