was ist die fuk
[[was_ist_die_fuk_]] last edit on
Feb 9, 2007
3:23 PM
by Anonymous
Was ist die FUK?
Das erste Treffen hat stattgefunden und es waren unglaubliche 46 Personen da! Es gab ganz viele Ideen und Anregungen. Bestimmt werden bald viele Menschen mehr dazu schreiben.
-> siehe auch Seminarideen und Räume
Ausgangsüberlegungen:
Abgesehen davon, dass es die Freie Uni Köln (kurz: FUK) bisher nur als Idee gibt, ist es auch schwer zu bestimmen, worin denn genau diese Idee besteht.
Schon als einige Leute zusammengekommen sind, um gemeinsam ein solches Projekt zu initiieren, kamen unterschiedliche Vorstellungen zusammen; diese ergänzen sich eher als dass sie sich ausschließen. Daher verblieb man so, dass es unterschiedliche Beschreibungen dessen geben könne, was die FUK sein soll. Ein paar finden sich hier:
Ein FUK Aufruf
Pflichtveranstaltungen, unsinnige Module und ein enger Stundenplan lassen wenig Raum, eigene Interessen zu verfolgen. Mehr oder weniger interessante Referate zu vorgegebenen Themen führen vielleicht schnell zum Abschluss, sind aber oft unbefriedigend und hören da auf, wo es spannend wird. Und viele Inhalte kommen erst gar nicht vor, kritische Fragestellungen werden oft von Vornherein ausgeblendet.Dazu kommt ein immer größerer Druck: Fertig werden noch vor der Regelstudienzeit und am Besten in allen Semesterferien ein achtwöchiges Praktikum. Dazu noch dreimal die Woche arbeiten. Studiengebühren tun ihr übriges - viele haben gar nicht erst die Möglichkeit, ein Studium aufzunehmen.
Warum eigentlich nicht anders? Wieso nicht selber etwas aufbauen? Die eigene Vorstellung von Bildung umsetzen? Warum sich nicht Freiräume von all diesen nervigen Zwängen schaffen, warum nicht selber eine Uni machen, widde-wie sie uns gefällt? So entstand die Idee der Freien Uni Köln.
Du liest gerade ein spannendes Buch? Wäre es nicht schöner, dieses Buch gemeinsam mit anderen Leuten zu lesen und zu diskutieren, die sich ebenfalls dafür interessieren?
Du beschäftigst dich schon lange mit einem Thema, das dich nicht loslässt? Warum nicht ein wöchentliches Seminar vorbereiten, um andere an deinem Wissen teilhaben zu lassen?
Du wolltest schon immer Jonglieren lernen? Einfacher und mit mehr Spaß geht das, wenn man sich mit anderen zusammentut.
Die Freie Uni Köln soll ein Freiraum für all dies (und noch viel mehr) sein. Ein Freiraum, Fragen zu stellen und Gedanken zu Ende zu denken. Ein Freiraum, Themen und Methoden einfach mal auszuprobieren. Ein Freiraum, selbstbestimmt und ohne jegliche Form von Druck vom Wissen und den Erfahrungen anderer zu profitieren.
Ein fertiges Konzept gibt es nicht und wird es auch nicht geben. Das ist abhängig von den Leuten, die sich für die Idee begeistern können. Aber ein solches Projekt braucht einen Anfang. Und um diesen zu schaffen, möchten wir* dich zu einem ersten Treffen einladen, egal ob du studierst, arbeitest oder zur Schule gehst, egal ob du erwerbslos bist, Studentin oder Professorin.
Komm am Dienstag, den 23. Januar um 18.30 Uhr ins Café Chaos im Keller der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät. Und verbreite diesen Aufruf unter deinen Freundinnen und Freunden. Denn: Die Uni gehört uns!
- "Wir": Das sind so verschiedene Leute, dass es auch ganz verschiedene Aufrufe zu diesem Treffen gibt.
Hier noch ein Flyer
Keine Lust mehr auf langweilige Seminare zu langweiligen Themen?Unerträgliche PowerPoint-Präsentationen in hoffnungslos überfüllten Seminarräumen?
Und dafür jetzt auch noch bezahlen?
Uni kann anders sein:
Gedankenaustausch mit Anderen und dabei eigene Ideen entwickeln - ein Studieren, das über das Auswendiglernen hinaus geht.
In einem angenehmen Umfeld ohne festgefahrene Strukturen und Prüfungsdruck.
Auch mal neue Formen der Wissensvermittlung ausprobieren.
Mach mit beim Projekt "Freie Uni Köln"!
Komm zum ersten Vorbereitungstreffen
und bring deine Ideen mit:
Dienstag - 23. Januar - 19 Uhr
Café Chaos
(im Keller der EZW)
Hier mal ein Bild vom Layout:
link http://img411.imageshack.us/my.php?image=fukui2.png
Hier eine weitere Version
Bildung heißt Auseinandersetzung mit der Welt. Dabei fallen mir gleich eine Vielzahl von Fragen ein, mit denen ich mich auseinandersetzen will. Zu denen ich viel lese und mir schon lange vornehme noch mehr zu lesen.Manchmal streift sogar das Vorlesungsangebot an der Uni solche Fragen - oft allerdings nicht. Und die Prüfungsordnung meines Faches gibt dann doch nicht das wieder, was mich wirklich interessiert. Und überhaupt Prüfungen - man fühlt sich so von außen gesteuert und auch noch kontrolliert. Dazu Zeitdruck und Studiengebühren.
Ich habe für mich vor, mein Studium durch etwas zu ergänzen, was meinem eigenen Bildungsanspruch gerecht wird. So oder so ähnlich (oder auch ganz anders) kam bei einigen Menschen, die Idee der Freien Uni Köln auf.
Was heißt das? Die Freie Uni Köln, soll ein Freiraum sein, eigenen Bildungsvorstellung nachzugehen und diese gleichzeitig mit anderen zu teilen, Themen, Wissen, Literatur oder einfach Fragen einzubringen, die einen beschäftigen. Und sich mit dem zu beschäftigen, was andere mitbringen. Die Idee kann dabei sein, über eine erzwungene Diskussion im Seminar hinaus, jetzt ohne Denk- und Frageverbote Themen zu Ende zu denken (zumindest so weit wie möglich), in einen Diskurs mit Leuten zu treten, die sich zu ähnlichen Themen Gedanken machen und von den gegenseitigen Überlegungen zu profitieren.
Kurzum sich über selbstbestimmte Fragestellungen zu bilden.
Das ganze nicht in einer vorgegebenen Struktur, sondern in einer Form, in der jedeR jede Zeit Einfluss auf den Verlauf der Seminare hat, und auch der Verlauf von Diskurs und Diskussion reflektiert wird, so dass überlange Monologe vermieden, Sackgassen wieder verlassen werden und alle zu Wort kommen können. Hierzu braucht es keine Hierarchien und SeminarleiterInnen, sondern einfach kreative, autonom denkende Menschen.
Die Grundidee der Freien Uni Köln, beinhaltet neben, Selbstbestimmung und Hierarchielosigkeit auch den offenen gleichberechtigten Zugang für alle: Egal ob Du ProfessorIn, SchülerIn, StudentIn, DozentIn bist, eine Ausbildung machst, im Berufsleben steckst oder erwerblos bist!
Das Projekt (vielleicht eher Experiment) Freie Uni Köln gibt es bisher nur als Idee.
Wenn Du Lust hast bei der Ausgestaltung und einem Anfang dabei zu sein, kannst Du das:
Komm am Dienstag, 23.1.2007 um 18:30h ins Cafe Chaos (im Keller der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Uni Köln).
UND Noch eine
Freie Uni KölnDem desolaten Zustand etwas hinzusetzen, das uns entspricht.
Die Universität sollte einst Stätte des Fragens sein. Wem nun aber diese Freiheit des Fragens genommen wird, dem bleibt nichts anderes, als sich eine individuelle Freiheit zu schaffen, in seiner Unfreiheit im gegenwärtigen System. Wenn die Universitäten ihrer Aufgabe nicht nachkommen, sich gegen die Ausbreitung kapitalistischer Prinzipien in immer weitere Lebensbereiche zu stellen, wenn sie nicht mehr autonom genug ist, freie wissenschaftliche Bildung zu gewährleisten, dann liegt es an einem selbst, zu sagen: NEIN.
Wir können schreien gegen das Geschehen um uns herum, und uns zugleich tatenlos unterordnen unter das mächtige System. Aber wir können auch schreien und dem Momentanen etwas hinzusetzen, das uns entspricht. Etwas, das uns vor Abstumpfung und Verflachung bewahrt.
Was uns bleibt, ist die Initiative selbst in die Hand zu nehmen, alternative Ziele zu suchen, neben dem lediglich auf Effizienz und Wettbewerb ausgerichteten. Ziele, die es zu erstreben wertvoller, sinnstiftender und vor allem menschlicher zu sein scheint. Dafür brauchen wir Raum, Raum für Auseinandersetzungen mit kritischen Fragen, Raum für Reflexion über Geschichtliches, Gegenwärtiges sowie Zukünftiges. Raum, den uns die Universität stellen kann - räumlich gesehen. Inhaltlich liegt es an uns, diese Räume zu füllen, in Form autonom angebotener Seminare an der Freien Uni Köln - der FUK.
Ein fertiges Konzept für die FUK gibt es nicht und wird es auch nicht geben. Das ist abhängig von den Leuten, die sich für die Idee begeistern können. Aber ein solches Projekt braucht einen Anfang. Und um diesen zu schaffen, möchten wir* dich zu einem ersten Treffen einladen, egal ob du studierst, arbeitest oder zur Schule gehst, egal ob du erwerbslos bist, Studentin oder Professorin.
Komm am Dienstag, den 23. Januar um 18.30 Uhr ins Café Chaos im Keller der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät. Und verbreite diesen Aufruf unter deinen Freundinnen und Freunden. Denn: Die Uni gehört uns!
- "Wir": Das sind so verschiedene Leute, dass es auch ganz verschiedene Aufrufe zu diesem Treffen gibt.