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Stand: 3. Mai 2007
Aktuelle Version des Veranstaltungsverzeichnisses als pdf
"Queer" ist nach Gudrun Perkos Veröffentlichung "Queer-Theorien" (2005) als
politisches und gesellschaftliches Projekt sowie als philosophische Theorie
zu verstehen, deren Ziel es ist, die angeblich natürliche Ordnung der Dinge
zu hinterfragen, hierarchisierende Kategorisierungen aufzulösen und das Biologische
zu entnaturaliseren.
Queere Politik wendet sich gegen Fremdzuschreibungen. Alle Menschen sollten sich
selbst so definieren dürfen, wie sie wollen. Und das immer wieder neu, wenn sie es
für richtig halten.
Schwerpunkt der Hinterfragung, Auflösung und Entnaturalisierung bildet die von Geburt
an binäre Entweder-Oder-Einteilung eines jeden Menschen in männlich oder weiblich,
womit dann in der Regel gleich Identitäten, Fähigkeiten, Vorlieben, Interessen, Formen
des Begehrens etc. verbunden werden.
Wir suchen in der Queer-Theory-Gruppe gemeinsam Texte aus, die sich mit dem Thema befassen
(bisher u.a. von Gudrun Perko, Sabine Hark oder Michel Foucault), um darüber zu
diskutieren - diverse Abschweifungen wie Alltagserfahrungen inklusive - und auf dieser
Grundlage vielleicht schon innerhalb der Folgewoche die Welt für sämtliche Lebensentwürfe,
unabhängig von Alter, Geschlecht, Hautfarbe, Herkunftskultur . leichter zugänglich zu machen.
Termin: Jeden ersten Mittwoch im Monat um 19.30h
Ort: bislang LC 36 (Ludolf-Camphausen-Str. 36; Hans-Böckler-Platz, Bhf West)
Kontakt: vego[at]superfrettchen.de
ordnung aus, die so viele Bereiche unseres Lebens bestimmt? Und ist mit dem Kapita-
lismus wirklich das "Ende der Geschichte" (Fukuyama) erreicht?
Grundlage ist für einige Leute ein gleichnamiges Seminar, das im vergangenen Semes-
ter an der Uni stattgefunden hat. Motivation ist es, einen Kapitalismusbegriff, der im
Laufe des Seminars eher verworrener geworden ist, aus der Seminarlektüre herauszu-
arbeiten. Einige Anregungen aus dem letzten Semester können wir sicher für das neue
Seminar aufgreifen - neue sind herzlich willkommen. Mitmachen kann jedeR, auch
wenn sie/er im letzten Semester nicht dabei war.
Update: Es gibt jetzt einen festen Raum! Textgrundlage für das nächste mal ist das Vorwort zu
Luc Boltanski / Eve Chiapello: Der neue Geist des Kapitalismus.
UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 2003.
Kritiken dazu:
http://www.labournet.de/diskussion/wipo/geist.html
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=7832&ausgabe=200502
Termin: Dienstags, 16 bis 18 Uhr; Nächster Termin: 8. Mai (danach 14-tägig)
Ort: EZW, Raum 102
Weitere Informationen über das Seminar Kapitalismus und Krise findest Du hier.
Wir würden gerne neue Lieder kennenlernen, weitervermitteln, uns darüber austau-
schen, und sie natürlich vor allem singen! Wenn ihr Lieder kennt, die ihr gerne vorstel-
len möchtet, bitte Texte mitbringen!
Wer möchte, kann auch gerne Übersetzungen, kulturellen und/oder historischen
Hintergrund oder Ähnliches oder ganz was Anderes vorstellen. Wenn du ein Instrument
spielen kannst, bitte mitbringen!
Wir freuen uns über jedeN EinzelneN! Natürlich könnt Ihr auch einfach nur mitsingen
oder zuhören!
Termin: Montags, 18 bis 20 Uhr; Start: 2. April
Ort: Café Chaos, Keller der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät
wie Eröffnungen, Verteidigungen, Mattsetzungen mit bestimmten Figuren, Schach-
varianten und Spielereien erarbeiten. Ums Ausprobieren auf dem Brett werden wir da
sicherlich auch nicht drumrumkommen.:-)
Termin: Montags, 14 bis 16 Uhr; Start: 2. April
Ort: Café Chaos, Keller der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät
Sicher gibt es noch einiges weiteres zu bequatschen und diskutieren. Außerdem wur-
den/werden spannende Hausarbeiten geschrieben. Wir wollen uns mit positiven und
negativen Visionen von Gesellschaften (in der Literatur) und daran anknüpfenden
Themen beschäftigen. Willkommen sind natürlich auch alle Interessierten, die nicht am
Proseminar teilgenommen haben. Und für alle, die gar nicht wissen worum es geht,
hier ein paar Stichworte und Namen...: Utopie, Dystopie, Thomas Morus, Totali-
tarismus, Demokratie, George Orwell, 1984, Brave New World, Sozialismus, in welcher
Welt wollen wir leben?
Beim ersten Termin ist leider niemand aufgeschlagen oder wir haben uns nicht
gefunden.
Bei Interesse an einem Treffen bitte mailen an: fuk-utopiadystopia[at]web.de
birgt sich tatsächlich hinter der Forderung, dass kein Mensch über andere Menschen
herrschen dürfe? Wie kann so ein Zusammenleben unter freien Menschen aussehen?
Was versteckt sich hinter der Idee der Anarchie? Wie können anarchistische Utopien
aussehen? Diesen Fragen möchten wir uns im Rahmen dieses Seminars widmen - an
Hand von klassischen und aktuellen Texten. Aus einem ersten Vorbereitungstreffen
haben sich folgende (natürlich noch veränderbare) Themen ergeben: "Individuum,
Staat und Gesellschaft - Wie wird das Zusammenleben organisiert?", "Knäste und
andere Strafen - Was sind die Alternativen zu Gesetzen?", "Ökonomische
Organisation", "Geschlechterverhältnisse und Familie", "Erziehung und Schule im
Anarchismus" und zum Schluss "Der Weg in die Anarchie"
Update: Das Seminar hat bereits mehrmals stattgefunden und erste Texte zur Einführung wurden gelesen.
Dennoch besteht ohne größere Probleme die Möglichkeit einzusteigen.
Texte bisher waren u.a.:
- der Band "Anarchismus" aus der Reihe theorie.org, hier insbesondere der Überblick
über die wichtigen DenkerInnen des Anarchismus
- Emma Goldmann: Anarchism: What it really stands for, in: Emma Goldmann:
Anarchism and other essays
Sowie erste Informationen über Proudhon und Max Stirner.
Termin: Freitags, 16 bis 18 Uhr; Start: 13. April
Ort: Philosophikum, Uni Köln (Treffen am Haupteingang)
Ein aktueller Textauszug für Freitag (18.5.): hier
Außerdem als gelesen erhofft: der Bakunintext
Mehr Informationen und Literatur zum Seminar findet ihr hier
uns schon mal gehört. Aber was steckt eigentlich genau dahinter? Wer hat welchen
Dreck am Stecken? Lasst uns auf eigene Faust recherchieren und uns eine eigene
Meinung bilden, unsere Vorurteile mit Wissen untermauern oder auch hinterfragen und
vielleicht umwerfen. Je nach unseren Ergebnissen und unserer Kreativität könnten wir
im Verlauf ja über Aktionen oder Infokampagnen nachdenken... Aber ich will noch
nicht zu viel planen oder vorwegnehmen, sondern das Ganze auch nur anstoßen und
koordinieren. Ich würde mich freuen, wenn wir das Thema mit vielen Interessierten
und/oder Informierten angehen könnten.
Ergebnisse des ersten Treffen sind:
Neue Leute sind immer willkommen und gerade jetzt am Anfang könnt ihr noch
besonders gut mitwirken bei der Festlegung der Themen, Ziele und
Arbeitsweisen!
Termin: dienstags (alle ein bis zwei Wochen), der nächste Termin ist der
08.05. um 16:30h
Ort: Treffpunkt Einfahrt zwischen Biologie und Biergarten an der Haltestelle
Dasselstraße/Bhf Süd, bei gutem Wetter gehen wir auf die Wiese, bei
schlechtem in dieFachschaft Geographie
(um es vorsichtig zu sagen) umstrittenes Buch, in dem der Autor versucht, ausgehend
vom Homo sacer, einer Figur des römischen Rechts, die straffrei getötet werden durf-
te, heutige Entwicklungen zu erklären. Die Idee, es gemeinsam zu lesen, entstand aus
der Erfahrung, dass es relativ sperrig geschrieben und eher unzugänglich ist und sich
solche Probleme in der Gruppe besser lösen lassen als alleine am Schreibtisch.
Wir haben zunächst mit Foucault angefangen:
Foucault, Michel: Der Wille zum Wissen. Sexulität und Wahrheit Bd. 1. Frankfurt/Main 1983. S. 129-152.
Machen jetzt (8.5.) weiter mit dem Kapitel zu Biopolitik in "Empire" von Hardt/Negri .
Danach soll es dann mit Agamben weitergehen.
Termin: der Spaß geht weiter am Dienstag, 8. Mai, 18 Uhr
Ort: Café Chaos, Keller der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät
schnell, dass im Anfang nicht das Wort ist, sondern der Schrei. Angesichts der
Verstümmelung des menschlichen Lebens durch den Kapitalismus, ein Schrei der
Trauer, ein Schrei des Entsetzens, ein Schrei des Zorns, ein Schrei der Verweigerung:
NEIN. Der Ausgangspunkt theoretischer Reflektion ist Opposition, Negativität, Kampf.
Die Wut treibt zum Gedanken, nicht die Haltung der Vernunft, nicht das vernünftige
Sich-Zurücklehnen-und-über-die-Geheimnisse-der-Existenz-Nachsinnen, wie es das
traditionelle Bild 'des Denkers' vorsieht."
In einem Lektürekreis haben wir angefangen gemeinsam John Holloways Hauptwerk lesen, um am
Ende evtl. die Frage beantworten zu können, wie es denn möglich sein soll, die Welt
zu verändern, ohne die Macht zu ergreifen.
Termin: Mittwochs, 14 bis 16 Uhr
Ort: Philosophikum, Uni Köln (Treffen am Haupteingang)
Improvisation kann jedeR mitmachen, die/der Freude an der Musik hat. Dabei kommt
es nicht darauf an, besonders virtuos Geige zu spielen oder mit dem Saxophon einen
coolen Jazz hinzulegen. Freie Improvisation heißt auf Instrumenten spielen, die jedeR
sofort spielen kann, ohne üben zu müssen. Beim Spielen können diese ausprobiert und
kombiniert werden, der Fantasie und der Lust am Spiel sind keine Grenzen gesetzt.
Und dabei kommen ganz erstaunliche Sachen heraus.
Die Fachschaft Musiktherapie bietet dazu ein "Seminar" an. Wenn du ein Instrument
hast, kannst du es gerne mitbringen, dies ist aber keine Voraussetzung, denn es sind
gaaaanz viel Instrumente da.
Termin: Dienstags, 17 bis 18 Uhr
Ort: K5 im Keller der Heilpädagogischen Fakultät
Willst du extrem lächerliche Abenteuer erleben?
Join the C.I.R.C.A. (Clandestine Insurgent Rebel Clown Army)!
C.I.R.C.A., die Clownsarmee, hat ihren Ursprung in England. So haben z.B. beim G8-
Gipfel 2005 in Gleneagles Clowns mit Ironie, Karrikatur und Ungehorsam gegen staat-
liche Repression und Polizeigewalt Widerstand geleistet. Seitdem tauchen in ganz
Europa Einheiten der Clownsarmee auf.
Gerüchten zufolge formieren sie sich nun für den G8-Gipfel in Heiligendamm im Juni
dieses Jahres.
Inhalte des Workshops: Grundausbildung in Clownerie und Impro-Theater; die Suche
nach dem eigenen Clown; Informationen zur Clownsarmee; Rebel-Clown-
Kommunikation und Marschparodien; Aktionsideen; Und vor allem: Spontaneität,
Gruppendynamik und Selbstironie
Termin: Freitag, 20. April (ab 17 Uhr) bis Sonntag, 22. April
Ort: Steht noch nicht endgültig fest.
Anmeldung: Bitte möglichst bald unter clownsarmee_koeln[at]gmx.de
ist. Aber um ein paar Stichworte zu nennen, geht es wohl um die Uni als einen Platz,
an dem "nichts außer Frage steht", eine - wie der Titel suggeriert - bedingungslose
Uni, die von jedweden Einschränkungen frei sein sollte, es geht um die "humanities
von morgen" jenseits des verjubelten Humanismusbegriffs, um Spurensuche, um
Widerstand gegen Dogmatismus und Totalitarität bzw. um die "unbedingte Freiheit der
Frage und Äußerung, mehr noch: das Recht, öffentlich auszusprechen, was immer es
im Interesse eines auf Wahrheit gerichteten Forschens, Wissens und Fragens zu sagen
gilt", und tätärätä: um Dekonstruktion!
Wir haben angefangen das Buch gemeinsam zu lesen und werden uns vorraussichtlich dazu
alle zwei Wochen treffen. Den Text gibt es als Kopiervorlage.
Termin: Nächstes Treffen: Dienstag, 15. Mai, 16 Uhr; dann alle 14 Tage
Ort: Haupteingang der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät
Distanz zwischen zwei Punkten. Bekannt aus Funk und Fernsehen unter der Bezeich-
nung Parkour. Die Praxis ist laufen, springen, klettern, balancieren. Und was einem
sonst noch so einfällt. Weil wir ziemlich spontan durch die Stadt ziehen finden sich für
jedeN Herausforderungen, die ihrem/seinem Leistungsvermögen entsprechen.
Termin: spontan, meist Dienstag Abend und Sonntag Mittag
Ort: spontan, meist laufen wir vom Zülpicher Platz los
Kontakt:Wer Bock hat mit zu kommen kann hier hin ne Mail schreiben: parkuhr[at]gmx.net
Begriffsbeispielen aus dem geographischen Alltag der Bezug zu latent vorhandenem
Rassismus innerhalb der Geographie diskutiert, erarbeitet und später dargestellt wer-
den. Unsere Ergebnisse wollen wir dann in einer Neuauflage unserer Fachschafts-
Zeitschrift "51°Nord°" präsentieren.
Termin: Erstes Treffen auf Anfrage ab der dritten Semesterwoche.
Ort: Fachschaft Geographie, Südbau am Südbahnhof
Kontakt: fs-geographie[at]uni-koeln.de oder im Fachschafts-Forum: www.fsgeo.net
oben soll hierbei auch anhand von bestimmten Beispielen aus dem geographischen
Alltag der Bezug zu Modellen und Konzepten aus der Zeit des NS-Faschismus, der sich
nunmehr leider (in Teilbezügen selbst) innerhalb der Geographie widerspiegelt, disku-
tiert, erarbeitet und dann später in einem Reader für das Fachschafts-Magazin veröf-
fentlicht werden.
Termin: Erstes Treffen auf Anfrage ab der dritten Semesterwoche.
Ort: Fachschaft Geographie, Südbau am Südbahnhof
Kontakt: fs-geographie[at]uni-koeln.de oder im Fachschafts-Forum: www.fsgeo.net
Sozialarbeit, Gender, religiöse Sinnstíftung, Schule, Krieg und Ökonomie, neue strate-
gische Linien der Rückbeziehung zum NS: Kriegerleitbild, Ordensgedanke, operatives
Management der Kampfkraft und Bereitschaft zum Blutvergiessen, Geopolitik (und was
all das für Faschismustheorie und Antifaschismus bedeutet). Leitende Perspektive:
aktueller Widerstand (Erfahrungen der Gruppe "Bundeswehr Wegtreten"
www.bundeswehr-wegtreten.tk, Mittenwald u.a.)
Schwerpunkte (auch neue) stehen zu Disposition, wir sind da ganz frei. Es soll ein
gemeinsames Ding werden, wo ich aus Jahrzehnten Widerstand was mitbringe und
auch was lernen will.
Termin: Dieses Seminar wird in Ansätzen mit dem Seminar "Wissen" und der Zwang
zur Selbstaktivierung und Selbstunterwerfung"" verknüpft. Eine separate Behandlung
des Seminars findet nicht statt. Für den 21. Mai ist daher ein konkreter Eingang auf
Fragen zu diesem Thema vorgesehen. (siehe unter dem Seminar "Wissen")
tiert. Sie eignet sich gut für selbstangeleitete Gruppen aus unterschiedlichen
Handlungs- und Berufsfeldern. Als Verfahren, das unmittelbar vor Ort an der pädago-
gischen Basis ansetzt, kann es spezifische Gegebenheiten berücksichtigen.
Weitere Vorteile: Die Eigenverantwortlichkeit und das Selbsthilfepotential der
Beteiligten wird gestärkt, Gewöhnungseffekte und Abhängigkeiten werden vermieden.
Dies ist deshalb wichtig, weil die fortwährende Delegation von Schwierigkeiten an
Dritte zu einer schleichenden Entprofessionalisierung von Mitarbeitern führen kann.
Die kommunikativen Fähigkeiten werden erweitert: anteilnehmendes Zuhören,
Ausdrücken von Gefühlen, Spiegeln, nicht-verletzendes Konfrontieren, Achtsamkeit für
nonverbale Botschaften sowie die Reflexionsfähigkeit über das eigene
Kommunikationsverhalten. Die Transparenz und hohe Strukturierung des Verfahrens
verhindern dabei, daß Teilnehmer durch vorschnelle Bewertungen anderer 'überfahren'
werden und nicht zu ihrer eigenen Lösung finden. Reine Zuhörer erhalten bei den
Fallbesprechungen Anregungen und Handlungsmöglichkeiten für ähnlich gelagerte
eigene Probleme.
Termin und Ort: Noch nicht bekannt
Bei Interesse bitte unter janbarten[at]freenet.de melden
zwei "Existenzweisen" des Habens und des Seins. Dabei stellt er dar, wie weit die
moderne, westliche Gesellschaft in der Existenzweise des Habens verhaftet ist.
Die Idee dieser Veranstaltung ist es, gemeinsam Textstellen aus dem Buch zu lesen,
zu diskutieren und (was sich bei den Themen anbietet) in Bezug auf den eigenen Alltag
zu reflektieren.
Termin: Montag, 14. Mai und 21. Mai, je 19:30 Uhr
Ort: Treffen vor dem Hauptgebäude der Uni Köln
Interressierte bitte mailden: fuk_fromm[at]nurfuerspam.de
unzufrieden; ein Grossteil hat schon die "innere Kündigung" gegen die täglich
erfahrene Zwangssituation abgegeben. Das Kapital sucht nach neuen, "immateriellen"
Quellen des Wertes, nach der Aktivierung subjektiver Potentiale, nach mehr
Selbstmotivation und aktiver Selbstunterwerfung. Uni, Schule, Kindergarten sind
Felder dieses Zugriffs, der auch genderpolitische Aspekte hat, siehe z.B. die
komplementäre Erschließung männlicher und weiblicher Subjektivität als -zum einen-
aggressive und -zum anderen- fürsorgliche Potentiale immaterieller Inwertsetzung.
Das Seminar will die Rolle des "Wissens" in der neuen politischen Ökonomie und seiner
politischen Philosophie und die Perspektiven von Emanzipation und Befreiung im
"Gegenwissen" gegen etabliertes, konformes "Wissen" diskutieren.
Stand des Seminars:
Beim Vorbereitungstreffen am 16. April haben wir verabredet, das Seminar in einer
ersten Arbeitsphase damit einzuleiten, den Umgang von "Wissen" und seinen
verwertungsstrategischen Ausgangspunkt im postmodernen Arbeitsmanagement zu untersuchen.
Später soll über die Kombination von wissensgesellschaftlichen Zurichtungsstrategien nach
"Innen" mit imperialistischen und militärischen Strategien nach "Außen" bei Bertelsmann
ein Ausblick in die Militarisierung der Gesellschaft versucht werden.
Termine:
Die nächsten Termine finden statt am Mittwoch, den 2. Mai und dann Montag den 7.
und 21. Mai, immer um 16.00 Uhr. Zur genaueren inhaltlichen Orientierung:
2. Mai: Der Streik beim Catering-Unternehmen Gate Gourmet hat die wissensgesellschaftlichen
Strategien des kapitalistischen Managements aus der Perspektive des Widerstands exemplarisch
offen gelegt. Exemplarisch, weil McKinsey, ein wissensstrategisches Frontunternehmen, auf der
Seite des Managements gegen die ArbeiterInnen operierte. Interessant für uns, weil Bertelsmann
bis vor kurzem von McKinsey gemanagt wurde. Texte aus dem gerade erschienenen Buch über den
Streik bei Gate Gourmet, über McKinseys "Knowledge Unplugged" und Literatur zur Wissensarbeit
liegen ab 25. April im StAVV-Büro (Raum 10) aus.
7. Mai: Imperium Bertelsmann. Studiengebühren als wissensstrategischer Zwang zur Selbstunterwerfung.
Die Universität vom fordistischen zum postfordistischen Unterwerfungsmodus. Inhalt und Materialien
werden am Ende des ersten Treffens bestimmt.
21. Mai: "Hindukusch und Heimatfront". Bertelsmann als geostrategischer Akteur. Die Aktivierung
"archaischer" Verhaltensdispositionen als Grundlage für neues (Selbst-)Unternehmertum.
4. Treffen Vorschlag: Gegenwissen und die Perspektiven von Gegenmacht und Befreiung. Eventuell
auch: Philosophie des Wissens als Machtpolitik.
Ort:
Café Chaos, Keller der Erziehungswissenschaftlichen/ neu Humanwissenschaftlichen
Fakultät, von da aus in irgendeinen freien Seminarraum oder einfach auf die Wiese vor der
EWF/HP bzw. HWF
Als Teil eines transnationalen antikapitalistischen Netzwerks von Action-Samba
Gruppen agieren wir auf Demos und anderen Aktionen als taktische Einheit, um mit
Musik (Samba), und wenn vorhanden TänzerInnen (Pink und Silver) und Jongleuren /
AkrobatInnen (Capoeira) Menschen bei ihren Vorhaben auf der Strasse zu energetisie-
ren. Slogans und Parolen oder Lieder durchs Megafon im Zusammenspiel mit Samba-
Breaks und Trompeten reißen sofort mit.
Inhalt:
- Vorstellung des "Do It Yourself"-Konzepts (D.I.Y)
- Rhythmisches Basistraining
- Vorstellung der Instrumentengruppen
- Tunes (Welfare State, Wütende Heinzelmenschen, Kalashnikov) und Schritte
- Audio- und Videomaterial zur Anschauung (Geschichte des Netzwerks)
Neue Termine!:
Erster und zweiter Mittwoch im Mai (2.5. und 9.5.), 15-22 Uhr
Ort: Odonien (Hornstr. 85, Ehrenfeld )
Goggle-Earth-Ort unter "Kontakt" im folgenden link: http://www.odonien.org/
Wer an den angegebenen Terminen keine Zeit hat, kann einfach zu unseren proben, immer mittwochs 19-22 uhr vorbeischauen. da gibts keine einführung, sondern es wird nur gespielt.
Meldet euch möglichst bald unter
sambanarchie-koeln[at]web.de
Mehr Infos: http://www.rhythms-of-resistance.org und http://mylog.de/ror-koeln
Aktuelle Version des Veranstaltungsverzeichnisses als pdf
Queere Theorie in Köln
"Queer" ist nach Gudrun Perkos Veröffentlichung "Queer-Theorien" (2005) als
politisches und gesellschaftliches Projekt sowie als philosophische Theorie
zu verstehen, deren Ziel es ist, die angeblich natürliche Ordnung der Dinge
zu hinterfragen, hierarchisierende Kategorisierungen aufzulösen und das Biologische
zu entnaturaliseren.
Queere Politik wendet sich gegen Fremdzuschreibungen. Alle Menschen sollten sich
selbst so definieren dürfen, wie sie wollen. Und das immer wieder neu, wenn sie es
für richtig halten.
Schwerpunkt der Hinterfragung, Auflösung und Entnaturalisierung bildet die von Geburt
an binäre Entweder-Oder-Einteilung eines jeden Menschen in männlich oder weiblich,
womit dann in der Regel gleich Identitäten, Fähigkeiten, Vorlieben, Interessen, Formen
des Begehrens etc. verbunden werden.
Wir suchen in der Queer-Theory-Gruppe gemeinsam Texte aus, die sich mit dem Thema befassen
(bisher u.a. von Gudrun Perko, Sabine Hark oder Michel Foucault), um darüber zu
diskutieren - diverse Abschweifungen wie Alltagserfahrungen inklusive - und auf dieser
Grundlage vielleicht schon innerhalb der Folgewoche die Welt für sämtliche Lebensentwürfe,
unabhängig von Alter, Geschlecht, Hautfarbe, Herkunftskultur . leichter zugänglich zu machen.
Termin: Jeden ersten Mittwoch im Monat um 19.30h
Ort: bislang LC 36 (Ludolf-Camphausen-Str. 36; Hans-Böckler-Platz, Bhf West)
Kontakt: vego[at]superfrettchen.de
Kapitalismus und Krise
Kapitalismus - was ist das eigentlich? Was macht die Wirtschafts- und Gesellschafts-ordnung aus, die so viele Bereiche unseres Lebens bestimmt? Und ist mit dem Kapita-
lismus wirklich das "Ende der Geschichte" (Fukuyama) erreicht?
Grundlage ist für einige Leute ein gleichnamiges Seminar, das im vergangenen Semes-
ter an der Uni stattgefunden hat. Motivation ist es, einen Kapitalismusbegriff, der im
Laufe des Seminars eher verworrener geworden ist, aus der Seminarlektüre herauszu-
arbeiten. Einige Anregungen aus dem letzten Semester können wir sicher für das neue
Seminar aufgreifen - neue sind herzlich willkommen. Mitmachen kann jedeR, auch
wenn sie/er im letzten Semester nicht dabei war.
Update: Es gibt jetzt einen festen Raum! Textgrundlage für das nächste mal ist das Vorwort zu
Luc Boltanski / Eve Chiapello: Der neue Geist des Kapitalismus.
UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 2003.
Kritiken dazu:
http://www.labournet.de/diskussion/wipo/geist.html
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=7832&ausgabe=200502
Termin: Dienstags, 16 bis 18 Uhr; Nächster Termin: 8. Mai (danach 14-tägig)
Ort: EZW, Raum 102
Weitere Informationen über das Seminar Kapitalismus und Krise findest Du hier.
Singerunde für internationale Lieder
Willst du neue Lieder kennenlernen und anderen die beibringen, die du schon kennst?Wir würden gerne neue Lieder kennenlernen, weitervermitteln, uns darüber austau-
schen, und sie natürlich vor allem singen! Wenn ihr Lieder kennt, die ihr gerne vorstel-
len möchtet, bitte Texte mitbringen!
Wer möchte, kann auch gerne Übersetzungen, kulturellen und/oder historischen
Hintergrund oder Ähnliches oder ganz was Anderes vorstellen. Wenn du ein Instrument
spielen kannst, bitte mitbringen!
Wir freuen uns über jedeN EinzelneN! Natürlich könnt Ihr auch einfach nur mitsingen
oder zuhören!
Termin: Montags, 18 bis 20 Uhr; Start: 2. April
Ort: Café Chaos, Keller der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät
Schachtheorie
Dies soll eine Veranstaltung werden, in der wir uns gemeinsam Standardsituationenwie Eröffnungen, Verteidigungen, Mattsetzungen mit bestimmten Figuren, Schach-
varianten und Spielereien erarbeiten. Ums Ausprobieren auf dem Brett werden wir da
sicherlich auch nicht drumrumkommen.:-)
Termin: Montags, 14 bis 16 Uhr; Start: 2. April
Ort: Café Chaos, Keller der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät
Utopia/Dystopia reloaded
Im Wintersemester gab es vom Englischen Seminar ein Proseminar Utopia/Dystopia.Sicher gibt es noch einiges weiteres zu bequatschen und diskutieren. Außerdem wur-
den/werden spannende Hausarbeiten geschrieben. Wir wollen uns mit positiven und
negativen Visionen von Gesellschaften (in der Literatur) und daran anknüpfenden
Themen beschäftigen. Willkommen sind natürlich auch alle Interessierten, die nicht am
Proseminar teilgenommen haben. Und für alle, die gar nicht wissen worum es geht,
hier ein paar Stichworte und Namen...: Utopie, Dystopie, Thomas Morus, Totali-
tarismus, Demokratie, George Orwell, 1984, Brave New World, Sozialismus, in welcher
Welt wollen wir leben?
Beim ersten Termin ist leider niemand aufgeschlagen oder wir haben uns nicht
gefunden.
Bei Interesse an einem Treffen bitte mailen an: fuk-utopiadystopia[at]web.de
Anarchismus
"Oh nein! Chaos! Anarchie! Der apokalyptische Weltuntergang naht!" - Oder? Was ver-birgt sich tatsächlich hinter der Forderung, dass kein Mensch über andere Menschen
herrschen dürfe? Wie kann so ein Zusammenleben unter freien Menschen aussehen?
Was versteckt sich hinter der Idee der Anarchie? Wie können anarchistische Utopien
aussehen? Diesen Fragen möchten wir uns im Rahmen dieses Seminars widmen - an
Hand von klassischen und aktuellen Texten. Aus einem ersten Vorbereitungstreffen
haben sich folgende (natürlich noch veränderbare) Themen ergeben: "Individuum,
Staat und Gesellschaft - Wie wird das Zusammenleben organisiert?", "Knäste und
andere Strafen - Was sind die Alternativen zu Gesetzen?", "Ökonomische
Organisation", "Geschlechterverhältnisse und Familie", "Erziehung und Schule im
Anarchismus" und zum Schluss "Der Weg in die Anarchie"
Update: Das Seminar hat bereits mehrmals stattgefunden und erste Texte zur Einführung wurden gelesen.
Dennoch besteht ohne größere Probleme die Möglichkeit einzusteigen.
Texte bisher waren u.a.:
- der Band "Anarchismus" aus der Reihe theorie.org, hier insbesondere der Überblick
über die wichtigen DenkerInnen des Anarchismus
- Emma Goldmann: Anarchism: What it really stands for, in: Emma Goldmann:
Anarchism and other essays
Sowie erste Informationen über Proudhon und Max Stirner.
Termin: Freitags, 16 bis 18 Uhr; Start: 13. April
Ort: Philosophikum, Uni Köln (Treffen am Haupteingang)
Ein aktueller Textauszug für Freitag (18.5.): hier
Außerdem als gelesen erhofft: der Bakunintext
Mehr Informationen und Literatur zum Seminar findet ihr hier
Weltkonzerne und Konsum
Dass Coca Cola, Nestlé, Müller und Co ganz furchtbar böse sein sollen, haben viele vonuns schon mal gehört. Aber was steckt eigentlich genau dahinter? Wer hat welchen
Dreck am Stecken? Lasst uns auf eigene Faust recherchieren und uns eine eigene
Meinung bilden, unsere Vorurteile mit Wissen untermauern oder auch hinterfragen und
vielleicht umwerfen. Je nach unseren Ergebnissen und unserer Kreativität könnten wir
im Verlauf ja über Aktionen oder Infokampagnen nachdenken... Aber ich will noch
nicht zu viel planen oder vorwegnehmen, sondern das Ganze auch nur anstoßen und
koordinieren. Ich würde mich freuen, wenn wir das Thema mit vielen Interessierten
und/oder Informierten angehen könnten.
Ergebnisse des ersten Treffen sind:
- wir wollen nicht nur uns informieren, nachdenken und diskutieren, sondern auch was produzieren und nach Möglichkeit andere informieren
- Ausweitung des Themas auf Verbraucher-Information und -"Verarschung"
- Was gehört zu welchem Großkonzern?
- Deklaration von Produzenten und Inhalten
- was muss eigentlich draufstehen und was nicht?
- Nektar vs. Saft; Konfitüre vs. Marmelade
- Light und Co.
- Qualität von Zutaten und was der Verbraucher darüber weiß und rausfinden kann
- evtl. gemeinsam einkaufen gehen und kochen
- eher unbekannteres betrachten
Neue Leute sind immer willkommen und gerade jetzt am Anfang könnt ihr noch
besonders gut mitwirken bei der Festlegung der Themen, Ziele und
Arbeitsweisen!
Termin: dienstags (alle ein bis zwei Wochen), der nächste Termin ist der
08.05. um 16:30h
Ort: Treffpunkt Einfahrt zwischen Biologie und Biergarten an der Haltestelle
Dasselstraße/Bhf Süd, bei gutem Wetter gehen wir auf die Wiese, bei
schlechtem in dieFachschaft Geographie
Agamben, Foucault und die Bio-Politik
"Homo sacer. Die souveräne Macht und das nackte Leben" von Giorgio Agamben ist ein(um es vorsichtig zu sagen) umstrittenes Buch, in dem der Autor versucht, ausgehend
vom Homo sacer, einer Figur des römischen Rechts, die straffrei getötet werden durf-
te, heutige Entwicklungen zu erklären. Die Idee, es gemeinsam zu lesen, entstand aus
der Erfahrung, dass es relativ sperrig geschrieben und eher unzugänglich ist und sich
solche Probleme in der Gruppe besser lösen lassen als alleine am Schreibtisch.
Wir haben zunächst mit Foucault angefangen:
Foucault, Michel: Der Wille zum Wissen. Sexulität und Wahrheit Bd. 1. Frankfurt/Main 1983. S. 129-152.
Machen jetzt (8.5.) weiter mit dem Kapitel zu Biopolitik in "Empire" von Hardt/Negri .
Danach soll es dann mit Agamben weitergehen.
Termin: der Spaß geht weiter am Dienstag, 8. Mai, 18 Uhr
Ort: Café Chaos, Keller der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät
John Holloway: Die Welt verändern, ohne die Macht zu ergreifen
"Am Anfang ist der Schrei. Wir schreien. Wenn wir schreiben oder lesen, vergessen wirschnell, dass im Anfang nicht das Wort ist, sondern der Schrei. Angesichts der
Verstümmelung des menschlichen Lebens durch den Kapitalismus, ein Schrei der
Trauer, ein Schrei des Entsetzens, ein Schrei des Zorns, ein Schrei der Verweigerung:
NEIN. Der Ausgangspunkt theoretischer Reflektion ist Opposition, Negativität, Kampf.
Die Wut treibt zum Gedanken, nicht die Haltung der Vernunft, nicht das vernünftige
Sich-Zurücklehnen-und-über-die-Geheimnisse-der-Existenz-Nachsinnen, wie es das
traditionelle Bild 'des Denkers' vorsieht."
In einem Lektürekreis haben wir angefangen gemeinsam John Holloways Hauptwerk lesen, um am
Ende evtl. die Frage beantworten zu können, wie es denn möglich sein soll, die Welt
zu verändern, ohne die Macht zu ergreifen.
Termin: Mittwochs, 14 bis 16 Uhr
Ort: Philosophikum, Uni Köln (Treffen am Haupteingang)
Freie Improvisation
Um Musik zu machen braucht es nicht unbedingt Vorkenntnisse. Bei freierImprovisation kann jedeR mitmachen, die/der Freude an der Musik hat. Dabei kommt
es nicht darauf an, besonders virtuos Geige zu spielen oder mit dem Saxophon einen
coolen Jazz hinzulegen. Freie Improvisation heißt auf Instrumenten spielen, die jedeR
sofort spielen kann, ohne üben zu müssen. Beim Spielen können diese ausprobiert und
kombiniert werden, der Fantasie und der Lust am Spiel sind keine Grenzen gesetzt.
Und dabei kommen ganz erstaunliche Sachen heraus.
Die Fachschaft Musiktherapie bietet dazu ein "Seminar" an. Wenn du ein Instrument
hast, kannst du es gerne mitbringen, dies ist aber keine Voraussetzung, denn es sind
gaaaanz viel Instrumente da.
Termin: Dienstags, 17 bis 18 Uhr
Ort: K5 im Keller der Heilpädagogischen Fakultät
Clownsarmee-Workshop
Hast auch du Lust, Autoritäten zu veralbern? Keinen Bock auf Kapitalismus und G8?Willst du extrem lächerliche Abenteuer erleben?
Join the C.I.R.C.A. (Clandestine Insurgent Rebel Clown Army)!
C.I.R.C.A., die Clownsarmee, hat ihren Ursprung in England. So haben z.B. beim G8-
Gipfel 2005 in Gleneagles Clowns mit Ironie, Karrikatur und Ungehorsam gegen staat-
liche Repression und Polizeigewalt Widerstand geleistet. Seitdem tauchen in ganz
Europa Einheiten der Clownsarmee auf.
Gerüchten zufolge formieren sie sich nun für den G8-Gipfel in Heiligendamm im Juni
dieses Jahres.
Inhalte des Workshops: Grundausbildung in Clownerie und Impro-Theater; die Suche
nach dem eigenen Clown; Informationen zur Clownsarmee; Rebel-Clown-
Kommunikation und Marschparodien; Aktionsideen; Und vor allem: Spontaneität,
Gruppendynamik und Selbstironie
Termin: Freitag, 20. April (ab 17 Uhr) bis Sonntag, 22. April
Ort: Steht noch nicht endgültig fest.
Anmeldung: Bitte möglichst bald unter clownsarmee_koeln[at]gmx.de
Jacques Derrida: Die unbedingte Universität
Wir haben das Buch noch nicht gelesen, weswegen eine Zusammenfassung nicht drinist. Aber um ein paar Stichworte zu nennen, geht es wohl um die Uni als einen Platz,
an dem "nichts außer Frage steht", eine - wie der Titel suggeriert - bedingungslose
Uni, die von jedweden Einschränkungen frei sein sollte, es geht um die "humanities
von morgen" jenseits des verjubelten Humanismusbegriffs, um Spurensuche, um
Widerstand gegen Dogmatismus und Totalitarität bzw. um die "unbedingte Freiheit der
Frage und Äußerung, mehr noch: das Recht, öffentlich auszusprechen, was immer es
im Interesse eines auf Wahrheit gerichteten Forschens, Wissens und Fragens zu sagen
gilt", und tätärätä: um Dekonstruktion!
Wir haben angefangen das Buch gemeinsam zu lesen und werden uns vorraussichtlich dazu
alle zwei Wochen treffen. Den Text gibt es als Kopiervorlage.
Termin: Nächstes Treffen: Dienstag, 15. Mai, 16 Uhr; dann alle 14 Tage
Ort: Haupteingang der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät
Parkuhr
Ein Angebot des FUK-Hochschulsportes. Parkuhr ist das effiziente Überwinden derDistanz zwischen zwei Punkten. Bekannt aus Funk und Fernsehen unter der Bezeich-
nung Parkour. Die Praxis ist laufen, springen, klettern, balancieren. Und was einem
sonst noch so einfällt. Weil wir ziemlich spontan durch die Stadt ziehen finden sich für
jedeN Herausforderungen, die ihrem/seinem Leistungsvermögen entsprechen.
Termin: spontan, meist Dienstag Abend und Sonntag Mittag
Ort: spontan, meist laufen wir vom Zülpicher Platz los
Kontakt:Wer Bock hat mit zu kommen kann hier hin ne Mail schreiben: parkuhr[at]gmx.net
Rassismus in der Geographie
Ein Angebot der Fachschaft Geographie. Zusammen soll anhand von häufigenBegriffsbeispielen aus dem geographischen Alltag der Bezug zu latent vorhandenem
Rassismus innerhalb der Geographie diskutiert, erarbeitet und später dargestellt wer-
den. Unsere Ergebnisse wollen wir dann in einer Neuauflage unserer Fachschafts-
Zeitschrift "51°Nord°" präsentieren.
Termin: Erstes Treffen auf Anfrage ab der dritten Semesterwoche.
Ort: Fachschaft Geographie, Südbau am Südbahnhof
Kontakt: fs-geographie[at]uni-koeln.de oder im Fachschafts-Forum: www.fsgeo.net
Raumordnung aus der NS-Zeit
Ein weiteres Angebot der FS Geographie. Ebenso wie beim ersten Seminarangebotoben soll hierbei auch anhand von bestimmten Beispielen aus dem geographischen
Alltag der Bezug zu Modellen und Konzepten aus der Zeit des NS-Faschismus, der sich
nunmehr leider (in Teilbezügen selbst) innerhalb der Geographie widerspiegelt, disku-
tiert, erarbeitet und dann später in einem Reader für das Fachschafts-Magazin veröf-
fentlicht werden.
Termin: Erstes Treffen auf Anfrage ab der dritten Semesterwoche.
Ort: Fachschaft Geographie, Südbau am Südbahnhof
Kontakt: fs-geographie[at]uni-koeln.de oder im Fachschafts-Forum: www.fsgeo.net
Hindukusch und Heimatfront
Militarisierung innen und aussen. Themen u.a.: Arbeitersoldat, militärischeSozialarbeit, Gender, religiöse Sinnstíftung, Schule, Krieg und Ökonomie, neue strate-
gische Linien der Rückbeziehung zum NS: Kriegerleitbild, Ordensgedanke, operatives
Management der Kampfkraft und Bereitschaft zum Blutvergiessen, Geopolitik (und was
all das für Faschismustheorie und Antifaschismus bedeutet). Leitende Perspektive:
aktueller Widerstand (Erfahrungen der Gruppe "Bundeswehr Wegtreten"
www.bundeswehr-wegtreten.tk, Mittenwald u.a.)
Schwerpunkte (auch neue) stehen zu Disposition, wir sind da ganz frei. Es soll ein
gemeinsames Ding werden, wo ich aus Jahrzehnten Widerstand was mitbringe und
auch was lernen will.
Termin: Dieses Seminar wird in Ansätzen mit dem Seminar "Wissen" und der Zwang
zur Selbstaktivierung und Selbstunterwerfung"" verknüpft. Eine separate Behandlung
des Seminars findet nicht statt. Für den 21. Mai ist daher ein konkreter Eingang auf
Fragen zu diesem Thema vorgesehen. (siehe unter dem Seminar "Wissen")
Kollegiale Beratung
Kollegiale Beratung ist kostengünstig, zeitökonomisch, bedarfs- und adressatenorien-tiert. Sie eignet sich gut für selbstangeleitete Gruppen aus unterschiedlichen
Handlungs- und Berufsfeldern. Als Verfahren, das unmittelbar vor Ort an der pädago-
gischen Basis ansetzt, kann es spezifische Gegebenheiten berücksichtigen.
Weitere Vorteile: Die Eigenverantwortlichkeit und das Selbsthilfepotential der
Beteiligten wird gestärkt, Gewöhnungseffekte und Abhängigkeiten werden vermieden.
Dies ist deshalb wichtig, weil die fortwährende Delegation von Schwierigkeiten an
Dritte zu einer schleichenden Entprofessionalisierung von Mitarbeitern führen kann.
Die kommunikativen Fähigkeiten werden erweitert: anteilnehmendes Zuhören,
Ausdrücken von Gefühlen, Spiegeln, nicht-verletzendes Konfrontieren, Achtsamkeit für
nonverbale Botschaften sowie die Reflexionsfähigkeit über das eigene
Kommunikationsverhalten. Die Transparenz und hohe Strukturierung des Verfahrens
verhindern dabei, daß Teilnehmer durch vorschnelle Bewertungen anderer 'überfahren'
werden und nicht zu ihrer eigenen Lösung finden. Reine Zuhörer erhalten bei den
Fallbesprechungen Anregungen und Handlungsmöglichkeiten für ähnlich gelagerte
eigene Probleme.
Termin und Ort: Noch nicht bekannt
Bei Interesse bitte unter janbarten[at]freenet.de melden
Erich Fromm: "Haben oder Sein"
Erich Fromm beschreibt in seinem Buch die grundlegenden Unterschiede zwischen denzwei "Existenzweisen" des Habens und des Seins. Dabei stellt er dar, wie weit die
moderne, westliche Gesellschaft in der Existenzweise des Habens verhaftet ist.
Die Idee dieser Veranstaltung ist es, gemeinsam Textstellen aus dem Buch zu lesen,
zu diskutieren und (was sich bei den Themen anbietet) in Bezug auf den eigenen Alltag
zu reflektieren.
Termin: Montag, 14. Mai und 21. Mai, je 19:30 Uhr
Ort: Treffen vor dem Hauptgebäude der Uni Köln
Interressierte bitte mailden: fuk_fromm[at]nurfuerspam.de
»Wissen«
Und der Zwang zur Selbstaktivierung und Selbstunterwerfung
Mindestens zwei Drittel der lohnarbeitenden Menschen sind mit ihrer Beschäftigungunzufrieden; ein Grossteil hat schon die "innere Kündigung" gegen die täglich
erfahrene Zwangssituation abgegeben. Das Kapital sucht nach neuen, "immateriellen"
Quellen des Wertes, nach der Aktivierung subjektiver Potentiale, nach mehr
Selbstmotivation und aktiver Selbstunterwerfung. Uni, Schule, Kindergarten sind
Felder dieses Zugriffs, der auch genderpolitische Aspekte hat, siehe z.B. die
komplementäre Erschließung männlicher und weiblicher Subjektivität als -zum einen-
aggressive und -zum anderen- fürsorgliche Potentiale immaterieller Inwertsetzung.
Das Seminar will die Rolle des "Wissens" in der neuen politischen Ökonomie und seiner
politischen Philosophie und die Perspektiven von Emanzipation und Befreiung im
"Gegenwissen" gegen etabliertes, konformes "Wissen" diskutieren.
Stand des Seminars:
Beim Vorbereitungstreffen am 16. April haben wir verabredet, das Seminar in einer
ersten Arbeitsphase damit einzuleiten, den Umgang von "Wissen" und seinen
verwertungsstrategischen Ausgangspunkt im postmodernen Arbeitsmanagement zu untersuchen.
Später soll über die Kombination von wissensgesellschaftlichen Zurichtungsstrategien nach
"Innen" mit imperialistischen und militärischen Strategien nach "Außen" bei Bertelsmann
ein Ausblick in die Militarisierung der Gesellschaft versucht werden.
Termine:
Die nächsten Termine finden statt am Mittwoch, den 2. Mai und dann Montag den 7.
und 21. Mai, immer um 16.00 Uhr. Zur genaueren inhaltlichen Orientierung:
2. Mai: Der Streik beim Catering-Unternehmen Gate Gourmet hat die wissensgesellschaftlichen
Strategien des kapitalistischen Managements aus der Perspektive des Widerstands exemplarisch
offen gelegt. Exemplarisch, weil McKinsey, ein wissensstrategisches Frontunternehmen, auf der
Seite des Managements gegen die ArbeiterInnen operierte. Interessant für uns, weil Bertelsmann
bis vor kurzem von McKinsey gemanagt wurde. Texte aus dem gerade erschienenen Buch über den
Streik bei Gate Gourmet, über McKinseys "Knowledge Unplugged" und Literatur zur Wissensarbeit
liegen ab 25. April im StAVV-Büro (Raum 10) aus.
7. Mai: Imperium Bertelsmann. Studiengebühren als wissensstrategischer Zwang zur Selbstunterwerfung.
Die Universität vom fordistischen zum postfordistischen Unterwerfungsmodus. Inhalt und Materialien
werden am Ende des ersten Treffens bestimmt.
21. Mai: "Hindukusch und Heimatfront". Bertelsmann als geostrategischer Akteur. Die Aktivierung
"archaischer" Verhaltensdispositionen als Grundlage für neues (Selbst-)Unternehmertum.
4. Treffen Vorschlag: Gegenwissen und die Perspektiven von Gegenmacht und Befreiung. Eventuell
auch: Philosophie des Wissens als Machtpolitik.
Ort:
Café Chaos, Keller der Erziehungswissenschaftlichen/ neu Humanwissenschaftlichen
Fakultät, von da aus in irgendeinen freien Seminarraum oder einfach auf die Wiese vor der
EWF/HP bzw. HWF
"Rhythms of Resistance" - Action-Samba
Antikapitalismus kann auch grooven...Als Teil eines transnationalen antikapitalistischen Netzwerks von Action-Samba
Gruppen agieren wir auf Demos und anderen Aktionen als taktische Einheit, um mit
Musik (Samba), und wenn vorhanden TänzerInnen (Pink und Silver) und Jongleuren /
AkrobatInnen (Capoeira) Menschen bei ihren Vorhaben auf der Strasse zu energetisie-
ren. Slogans und Parolen oder Lieder durchs Megafon im Zusammenspiel mit Samba-
Breaks und Trompeten reißen sofort mit.
Inhalt:
- Vorstellung des "Do It Yourself"-Konzepts (D.I.Y)
- Rhythmisches Basistraining
- Vorstellung der Instrumentengruppen
- Tunes (Welfare State, Wütende Heinzelmenschen, Kalashnikov) und Schritte
- Audio- und Videomaterial zur Anschauung (Geschichte des Netzwerks)
Neue Termine!:
Erster und zweiter Mittwoch im Mai (2.5. und 9.5.), 15-22 Uhr
Ort: Odonien (Hornstr. 85, Ehrenfeld )
Goggle-Earth-Ort unter "Kontakt" im folgenden link: http://www.odonien.org/
Wer an den angegebenen Terminen keine Zeit hat, kann einfach zu unseren proben, immer mittwochs 19-22 uhr vorbeischauen. da gibts keine einführung, sondern es wird nur gespielt.
Meldet euch möglichst bald unter
sambanarchie-koeln[at]web.de
Mehr Infos: http://www.rhythms-of-resistance.org und http://mylog.de/ror-koeln